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Neon-Illustration auf dunklem Violett: ein KI-Chip, steigende Balken und ein Wegweiser als Sinnbild für den KI-Assistenten Claude

Was ist Claude? Der KI-Assistent von Anthropic im Überblick

Diesen Beitrag zusammenfassen:

Inhaltsverzeichnis

Grafik im Artikel “Skill Gap Analyse: Wie Unternehmen den Weiterbildungsbedarf ihrer Belegschaft effektiv feststellen“ zeigt das StackFuel Data-Literacy-Assessment (Symbolbild).

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Wenn über KI-Assistenten gesprochen wird, fällt meist zuerst der Name ChatGPT. Claude ist für viele noch ein Name, den sie irgendwo gelesen haben, vielleicht in einem Vergleich, vielleicht in einem Hinweis, dass Microsoft Copilot neuerdings Claude-Modelle nutzt. Dabei ist Claude längst einer der meistgenutzten KI-Assistenten in Unternehmen und gilt besonders beim Schreiben, Programmieren und bei längeren Arbeitsaufgaben als stark.

Dieser Artikel erklärt, was Claude ist, wer dahintersteht, welche Modelle es gibt, was Claude im Arbeitsalltag kann und was es kostet.

Was ist Claude?

Claude ist ein KI-Assistent des US-Unternehmens Anthropic. Du kannst mit Claude chatten, Texte schreiben, Dokumente und Daten auswerten und ganze Aufgaben abgeben, bei denen Claude mit Deinen Dateien arbeitet und fertige Ergebnisse liefert. Claude läuft im Browser, als Desktop- und Mobile-App und ist für Entwickler über eine Programmierschnittstelle verfügbar.

Hinter dem Namen stehen zwei Dinge: die App, mit der Du arbeitest, und eine Familie von Sprachmodellen, die diese App und viele andere Produkte antreibt.

Wer steckt hinter Claude?

Anthropic wurde 2021 in San Francisco gegründet, unter anderem von Dario und Daniela Amodei, die zuvor bei OpenAI gearbeitet hatten. Das Unternehmen ist als Public Benefit Corporation organisiert, also als Gesellschaft, die neben dem Gewinn ausdrücklich einen Gemeinwohlzweck verfolgt. Anthropic beschreibt seine Mission damit, den Übergang zu leistungsfähiger KI sicher zu gestalten.

Diese Ausrichtung prägt das Produkt. Anthropic veröffentlicht zu jedem großen Modell ausführliche Sicherheitsberichte und lässt Modelle vor dem Start von externen Prüfern testen. Für europäische Unternehmen interessant: Die aktuellen Modelle kommen laut Anthropic mit Wasserzeichen-Maßnahmen, um die Anforderungen des EU AI Act zu erfüllen.

Ende Oktober 2026 hat Anthropic außerdem die Unterlagen für einen Börsengang eingereicht. Geplant ist eine Notierung an der Nasdaq.

Welche Claude-Modelle gibt es?

Claude-Modelle kommen in Familien mit drei Größen. Größere Modelle sind leistungsfähiger, kleinere schneller und günstiger. Die aktuelle Generation ist Claude 5.5 (Stand Oktober 2026):

ModellErschienenStärke
Claude Opus 5.5September 2026anspruchsvollste Aufgaben, lange Agenten-Läufe, Programmieren
Claude Sonnet 5.5September 2026Alltagsmodell mit gutem Verhältnis aus Leistung und Tempo
Claude Haiku 5.5Oktober 2026schnelle, günstige Aufgaben in großer Menge

Darüber gibt es mit Claude Fable 5.1 ein besonders leistungsfähiges Modell für ausgewählte Einsatzzwecke. Anthropic gibt bei der Vorstellung von Opus 5.5 an, dass es auf den meisten Aufgaben das Niveau von Fable 5.1 erreicht und dabei rund 40 Prozent günstiger läuft als sein Vorgänger.

Im Alltag musst Du Dich um die Modellwahl wenig kümmern. In der Claude-App ist ein sinnvolles Standardmodell voreingestellt, und Du kannst bei Bedarf wechseln.

Die Claude-Modellfamilie: Opus, Sonnet und Haiku nach Leistung und Tempo eingeordnet

Was kann Claude im Arbeitsalltag?

Lange gab es Claude in mehreren getrennten Modi. Seit September 2026 hat Anthropic Chat und den agentischen Arbeitsmodus Cowork zu einer einzigen Claude-App zusammengeführt. Du musst also nicht mehr vorher entscheiden, ob Du eine Frage stellst oder eine Aufgabe abgibst. Claude erkennt das am Auftrag. Die Umstellung läuft schrittweise, zuerst für die Pläne Pro und Max sowie für Enterprise-Kunden, Team und Free folgen.

Im Arbeitsalltag heißt das vor allem:

  • Fragen und Texte: erklären, zusammenfassen, formulieren, überarbeiten. Claude gilt als besonders stark beim Schreiben in natürlichem Ton.
  • Dateien und Daten: Claude liest Tabellen, PDFs und Dokumente und erstellt daraus neue Dateien, etwa Excel-Auswertungen, Berichte oder Präsentationen.
  • Ganze Aufgaben: Claude plant mehrstufige Aufträge, arbeitet mit freigegebenen Ordnern und verbundenen Tools und liefert ein fertiges Ergebnis.
  • Verbindungen zu Tools: Über Connectors verbindet sich Claude mit Diensten wie Google Drive, Slack oder Microsoft 365.
  • Skills: gespeicherte Anleitungen, mit denen Claude wiederkehrende Aufgaben jedes Mal gleich erledigt.

Für Softwareentwicklung gibt es zusätzlich Claude Code, einen Agenten, der direkt in Code-Projekten arbeitet. Er ist eines der bekanntesten Produkte von Anthropic und hat viel dazu beigetragen, dass Claude in Entwicklerteams verbreitet ist.

Und selbst wer Claude nie direkt öffnet, nutzt es vielleicht schon: Microsoft bietet Claude-Modelle in Microsoft 365 Copilot an, und der Copilot-Agent für längere Aufgaben wurde gemeinsam mit Anthropic entwickelt.

Was kostet Claude?

Claude gibt es kostenlos und in mehreren bezahlten Plänen. Stand Oktober 2026 laut Preisseite von Claude:

  • Free: kostenlos, mit begrenzter Nutzung
  • Pro: 17 US-Dollar pro Monat bei jährlicher Zahlung oder 20 US-Dollar bei monatlicher Zahlung
  • Max: ab 100 US-Dollar pro Monat, für sehr intensive Nutzung
  • Team: für Teams, ab 20 US-Dollar pro Person und Monat bei jährlicher Zahlung
  • Enterprise: für Unternehmen mit eigenen Sicherheits- und Verwaltungsfunktionen

Für Einzelpersonen, die Claude regelmäßig im Job nutzen wollen, ist Pro meist der sinnvolle Einstieg. Unternehmen sollten auf Team oder Enterprise setzen, damit Verwaltung, Datenschutz und Abrechnung zentral geregelt sind.

Überblick der Claude-Tarife von Free über Pro und Max bis Team und Enterprise

Wie unterscheidet sich Claude von ChatGPT?

Die beiden Assistenten sind sich in den Grundfunktionen inzwischen sehr ähnlich: Beide chatten, schreiben, werten Dateien aus und erledigen ganze Aufgaben. Unterschiede zeigen sich eher im Detail und im Gefühl beim Arbeiten.

Schreiben: Viele Nutzerinnen und Nutzer empfinden die Texte von Claude als natürlicher und weniger formelhaft. Anthropic hat die Kommunikation bei Opus 5.5 gezielt verbessert, damit wichtige Informationen vorne stehen und Antworten leichter zu prüfen sind.

Programmieren: Claude Code ist bei Entwicklerteams sehr verbreitet, ChatGPT hat mit Codex ein vergleichbares Angebot.

Aufbau der App: Claude bündelt Chat und agentisches Arbeiten seit September 2026 in einer Oberfläche. ChatGPT trennt die beiden Modi noch in die Bereiche Chat und Work.

Bilder und Medien: ChatGPT bietet traditionell mehr eingebaute Funktionen rund um Bildgenerierung.

Welcher Assistent für welche Aufgabe besser passt, hängt stark vom Einsatzzweck ab. Eine ausführliche Gegenüberstellung mit Gemini als drittem Kandidaten liefert unser Vergleich von ChatGPT, Gemini und Claude. Weitere Werkzeuge ordnet die Übersicht der wichtigsten KI-Tools ein.

Wie fängst Du mit Claude an?

Der Einstieg ist unkompliziert. Du legst auf claude.ai ein kostenloses Konto an oder lädst die Desktop-App herunter, die für das Arbeiten mit Dateien auf Deinem Rechner die bessere Wahl ist. Für den Anfang reichen drei Schritte:

  1. Mit einer echten Aufgabe starten: Nimm keine Testfrage, sondern etwas aus Deinem Alltag, etwa einen Bericht, den Du zusammenfassen musst, oder eine Tabelle, die Du auswerten willst.
  2. Kontext mitgeben: Erkläre, für wen das Ergebnis ist, welches Format Du brauchst und was auf keinen Fall passieren darf. Je mehr Claude über den Zweck weiß, desto besser passt das Ergebnis.
  3. Nachschärfen statt neu anfangen: Wenn etwas nicht stimmt, sag Claude genau, was. Korrekturen im selben Gespräch führen schneller zum Ziel als ein neuer Versuch.

Wer merkt, dass sich eine Aufgabe jede Woche wiederholt, kann den Ablauf später als Skill speichern. Dann erledigt Claude ihn jedes Mal nach denselben Regeln.

Für wen lohnt sich Claude?

Claude lohnt sich für alle, die viel schreiben, viel mit Dokumenten und Daten arbeiten oder wiederkehrende Aufgaben abgeben wollen. Besonders profitieren Menschen im Marketing, in der Analyse, im Projektmanagement und in der Softwareentwicklung. Wer im Datenbereich arbeitet, findet Beispiele, wie Claude und andere Assistenten im Analysealltag helfen, im Artikel zu KI-Tools für Data Analysts.

Wichtiger als die Wahl des Assistenten ist allerdings, wie gut Du ihn einsetzt. Wer klare Aufträge formulieren, Ergebnisse prüfen und Abläufe als Skills festhalten kann, holt aus Claude ein Vielfaches heraus. Genau diese Fähigkeiten fragen Arbeitgeber zunehmend nach.

Wer sie strukturiert aufbauen will, findet bei StackFuel die Weiterbildung zur KI-Fachkraft, die den praktischen Einsatz von KI-Assistenten wie Claude und ChatGPT im Job behandelt. Sie gehört zu den KI-Weiterbildungen von StackFuel, die ein bis zwei Monate in Vollzeit oder drei bis vier Monate in Teilzeit dauern. StackFuel ist seit 2020 AZAV-zertifiziert. Eine Förderung über den Bildungsgutschein ist möglich, darauf besteht aber kein Rechtsanspruch.

Häufige Fragen zu Claude

Ist Claude kostenlos? Ja, es gibt eine kostenlose Version mit begrenzter Nutzung. Für regelmäßige Arbeit im Job empfiehlt sich der Pro-Plan für 17 US-Dollar pro Monat bei jährlicher oder 20 US-Dollar bei monatlicher Zahlung.

Kann Claude Deutsch? Ja. Claude versteht und schreibt Deutsch auf hohem Niveau. Du kannst Aufträge auf Deutsch formulieren und Antworten auf Deutsch erhalten.

Wer hat Claude entwickelt? Claude wurde von Anthropic entwickelt, einem 2021 gegründeten KI-Unternehmen aus San Francisco. Anthropic ist als Public Benefit Corporation organisiert.

Was ist der Unterschied zwischen Claude und Claude Code? Claude ist der allgemeine Assistent für Fragen, Texte, Dateien und Aufgaben. Claude Code ist ein spezialisierter Agent für Softwareentwicklung, der direkt in Code-Projekten arbeitet.

Was ist aus Claude Cowork geworden? Cowork war der agentische Arbeitsmodus von Claude. Seit September 2026 sind Chat und Cowork in einer Claude-App zusammengeführt. Die Umstellung läuft schrittweise für alle Pläne.

Ist Claude sicher für Firmendaten? In den Team- und Enterprise-Plänen gibt es Verwaltungs- und Datenschutzfunktionen für Unternehmen. Welche Daten Du verwenden darfst, entscheidet Dein Arbeitgeber.

Dein nächster Schritt

Probiere Claude an einer echten Aufgabe aus Deinem Alltag aus, etwa einem Bericht oder einer Datenauswertung, und vergleiche das Ergebnis mit dem Tool, das Du bisher nutzt. Wenn Du lernen willst, KI-Assistenten professionell im Job einzusetzen, und wissen möchtest, ob eine geförderte Weiterbildung zu Dir passt, vereinbare ein kostenloses Beratungsgespräch.

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