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Neon-Illustration auf dunklem Violett: eine Tabelle, ein Trichter und ein Münzstapel als Sinnbild für den Vergleich von Copilot und ChatGPT

Microsoft Copilot vs. ChatGPT: welches KI-Tool fürs Büro?

Diesen Beitrag zusammenfassen:

Inhaltsverzeichnis

Grafik im Artikel “Skill Gap Analyse: Wie Unternehmen den Weiterbildungsbedarf ihrer Belegschaft effektiv feststellen“ zeigt das StackFuel Data-Literacy-Assessment (Symbolbild).

Interessiert an mehr?

In vielen Büros stellt sich die Frage nicht mehr, ob KI genutzt wird, sondern welche. Microsoft Copilot steckt bereits in Outlook, Word, Excel und Teams. ChatGPT ist das Werkzeug, das die meisten privat zuerst ausprobiert haben. Beide nutzen inzwischen ähnliche Modelle, beide können Dokumente schreiben und Daten auswerten. Der Unterschied liegt woanders, und er entscheidet darüber, welches Tool in Deinem Arbeitsalltag mehr bringt.

Dieser Vergleich erklärt, wie sich die beiden Tools unterscheiden, was sie im Unternehmen kosten und wie Du für Deine Situation entscheidest.

Was ist der Unterschied zwischen Microsoft Copilot und ChatGPT?

Copilot arbeitet in Deinen Microsoft-365-Daten: Mails, Kalender, Teams-Chats und Dateien in SharePoint und OneDrive. ChatGPT ist ein eigenständiger Assistent, der mit Deinen Dateien und vielen Tools verschiedener Anbieter arbeitet. Copilot passt, wenn Deine Arbeit in Microsoft 365 liegt. ChatGPT passt, wenn Du toolübergreifend arbeitest oder flexibler sein willst.

Die wichtigste Frage ist also nicht, welches Tool „klüger“ ist. Sie lautet: Wo liegt die Arbeit, die die KI erledigen soll?

Wie arbeitet Microsoft Copilot?

Copilot ist kein einzelnes Produkt, sondern eine Familie. Für das Büro sind zwei Stufen relevant.

Copilot Chat ist ein KI-Chat für Konten mit einer geeigneten Microsoft-365-Lizenz und für Unternehmen ohne Aufpreis. Er beantwortet Fragen, fasst Texte zusammen und hilft beim Formulieren, mit Websuche und Datenschutz für Geschäftskonten. Auf Deine internen Mails und Dateien greift er nur zu, wenn Du sie ihm gezielt gibst.

Microsoft 365 Copilot ist die bezahlte Vollversion. Sie ist direkt in Word, Excel, PowerPoint, Outlook und Teams eingebaut und kann auf alles zugreifen, wofür Du im Unternehmen Berechtigungen hast. Du kannst fragen „Was wurde im Projektmeeting letzte Woche entschieden?“ und Copilot sucht in Teams-Protokollen, Mails und Dokumenten nach der Antwort. Es entwirft in Outlook Antworten im Kontext eines Threads und baut in PowerPoint eine Präsentation aus einem Word-Dokument.

Ein Detail überrascht viele: Copilot ist längst nicht mehr reine OpenAI-Technik. Microsoft bietet darin Modelle von OpenAI und Anthropic an. Seit Juni 2026 gibt es zudem Copilot Cowork, einen Agenten für längere, mehrstufige Aufgaben. Er wurde gemeinsam mit Anthropic auf Basis der Technik von Claude Cowork entwickelt, wie Fortune berichtete. Copilot Cowork läuft in der Cloud innerhalb Deiner Microsoft-365-Umgebung, ist standardmäßig ausgeschaltet und wird nach Verbrauch abgerechnet.

Wie arbeitet ChatGPT im Büro?

ChatGPT ist nicht an eine Bürosoftware gebunden. Das ist Stärke und Schwäche zugleich. Du kannst es mit Gmail, Google Drive, Notion, Slack, CRM-Systemen und vielen anderen Diensten verbinden. Für Teams ohne reine Microsoft-Umgebung ist das oft der entscheidende Punkt.

Mit ChatGPT Work gibt es außerdem einen Agenten, der in der Desktop-App direkt mit Dateien auf Deinem Rechner arbeitet, ganze Aufgaben plant und fertige Dateien zurückgibt. Wer verstehen will, wann dieser Modus besser ist als der normale Chat, findet die Erklärung im Artikel zum Unterschied zwischen ChatGPT Work und Chat.

Der Nachteil: ChatGPT weiß von Haus aus nichts über Deine Firma. Deine Teams-Meetings, Deine Outlook-Postfächer und Deine SharePoint-Ordner sieht es nur, wenn Du sie aktiv verbindest und Deine IT das erlaubt. Das ist in vielen Unternehmen nicht der Fall.

Vergleich Microsoft Copilot und ChatGPT: Arbeitsort, Datenzugriff, Agenten und Kosten im Überblick

Was kosten Copilot und ChatGPT im Unternehmen?

Bei den Kosten unterscheiden sich die Modelle deutlich. Für Copilot gilt (Stand Oktober 2026, Preise netto pro Nutzer und Monat bei Jahresvertrag):

  • Copilot Chat: ohne Aufpreis für Geschäftskonten mit geeigneter Microsoft-365-Lizenz. Agenten im Chat werden nach Verbrauch abgerechnet.
  • Microsoft 365 Copilot Business (bis 300 Nutzer): 18,20 Euro. Bis 31. Dezember 2026 gilt laut Microsoft-Preisseite ein Aktionspreis von 15,60 Euro für das erste Vertragsjahr.
  • Microsoft 365 Copilot Enterprise: 26,00 Euro.

Wichtig: Copilot ist ein Zusatz. Du brauchst immer eine Microsoft-365-Basislizenz, deren Kosten noch dazukommen. Microsoft bietet auch Pakete an, in denen Basislizenz und Copilot zusammen verkauft werden.

ChatGPT rechnet anders. Es gibt Pläne für Einzelpersonen (Free, Go, Plus, Pro) und für Unternehmen (Business, Enterprise). Für Firmen sind vor allem die Business- und Enterprise-Pläne interessant, weil Daten dort laut OpenAI nicht zum Training genutzt werden. Die aktuellen Preise findest Du auf der Preisseite von ChatGPT. Eine Basislizenz für eine Bürosoftware brauchst Du nicht.

Rechne deshalb nicht nur den Listenpreis, sondern den Gesamtpreis: Ein Unternehmen, das Microsoft 365 ohnehin bezahlt, zahlt für Copilot nur den Aufschlag. Ein Unternehmen mit Google Workspace müsste für Copilot erst Microsoft 365 einführen.

Welches Tool ist beim Datenschutz besser?

Beide Anbieter bieten für Unternehmenskunden Verträge an, die Datenschutz nach DSGVO regeln und das Training mit Kundendaten ausschließen. Der praktische Unterschied liegt im Ort der Daten.

Copilot arbeitet innerhalb Deiner bestehenden Microsoft-365-Umgebung und übernimmt die Berechtigungen, die dort schon gelten. Wer eine Datei nicht öffnen darf, bekommt sie auch über Copilot nicht zu sehen. Für IT-Abteilungen ist das oft das stärkste Argument. Gleichzeitig zeigt Copilot gnadenlos, wenn Berechtigungen schlampig vergeben sind: Was zu breit freigegeben ist, findet Copilot auch.

ChatGPT ist ein zusätzlicher Dienst, in den Daten aktiv hineingegeben oder per Verbindung freigegeben werden. Für Enterprise-Kunden gibt es Datenhaltung in der EU. Viele Unternehmen sind hier vorsichtiger, weil jede neue Verbindung eine neue Freigabe braucht.

Das Thema betrifft fast alle. Laut einer Bitkom-Umfrage vom September 2026 nennen 66 Prozent der Unternehmen, die KI einsetzen, den Datenschutz als größtes Hindernis. Die Wahl des Tools hängt deshalb oft weniger an Funktionen als an der Frage, was die eigene IT freigibt.

Copilot oder ChatGPT: Wie entscheidest Du?

Drei Fragen helfen Dir bei der Entscheidung.

1. Wo liegt Deine Arbeit? Wenn Dein Tag aus Outlook, Teams, Excel und SharePoint besteht, ist Copilot im Vorteil, weil es all das schon kennt. Wenn Du zwischen vielen Tools verschiedener Anbieter wechselst, ist ChatGPT flexibler.

2. Was hat Dein Unternehmen schon? Oft ist die Entscheidung längst gefallen. Viele Firmen haben Copilot Chat bereits freigeschaltet, ohne dass es alle wissen. Frag Deine IT, bevor Du privat ein Abo abschließt und Firmendaten in ein nicht freigegebenes Tool kopierst.

3. Willst Du antworten lassen oder Arbeit abgeben? Für schnelle Fragen und Entwürfe reichen beide. Wer ganze Aufgaben abgeben will, schaut sich die Agenten an: Copilot Cowork innerhalb von Microsoft 365, ChatGPT Work für Dateien und Tools außerhalb.

Deine SituationEher CopilotEher ChatGPT
Arbeit liegt fast nur in Microsoft 365✔
IT erlaubt nur freigegebene Tools im Tenant✔
Team nutzt Google Workspace, Notion, Slack✔
Du willst mit Dateien auf Deinem Rechner arbeiten✔
Du brauchst Meeting- und Mail-Kontext aus Teams und Outlook✔
Du willst private Projekte und Lernen außerhalb der Firma✔

In vielen Unternehmen lautet die ehrliche Antwort: beides. Copilot für die Arbeit in den Microsoft-Daten, ChatGPT oder ein anderer Assistent für alles darüber hinaus. Wer zusätzlich Claude und Gemini einordnen will, findet die Stärken der drei großen Assistenten im Vergleich von ChatGPT, Gemini und Claude.

Entscheidungshilfe Copilot oder ChatGPT: drei Fragen zu Arbeitsort, vorhandener Lizenz und Agenten

Warum das Tool weniger zählt als die Arbeitsweise

Egal ob Copilot oder ChatGPT: Die Ergebnisse hängen stärker davon ab, wie Du fragst und prüfst, als davon, welches Logo oben links steht. Wer klare Aufträge formuliert, Kontext mitgibt und Ergebnisse gegenliest, holt aus beiden Tools deutlich mehr heraus. Die Grundlagen dafür beschreibt der Artikel zu guten ChatGPT-Prompts, und sie gelten für Copilot genauso.

Genau hier liegt in vielen Teams die Lücke. Laut derselben Bitkom-Umfrage schätzen 66 Prozent der Unternehmen die KI-Kompetenzen ihrer Beschäftigten als gering ein. Lizenzen sind schnell gekauft, die Arbeitsweise nicht.

Für Microsoft-Umgebungen bietet StackFuel die einwöchige Copilot-Vertiefung an, die Microsoft 365 Copilot im Arbeitsalltag behandelt und den Vergleich mit ChatGPT einschließt. Wer breiter einsteigen will, findet in den KI-Weiterbildungen von StackFuel Programme von ein bis zwei Monaten in Vollzeit oder drei bis vier Monaten in Teilzeit, inklusive Automatisierung und KI-Agenten. StackFuel ist seit 2020 AZAV-zertifiziert, eine Förderung über den Bildungsgutschein ist möglich. Darauf besteht kein Rechtsanspruch, die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter entscheiden im Einzelfall. Welche Optionen es daneben gibt, zeigt der Überblick zur KI-Weiterbildung berufsbegleitend.

Häufige Fragen zu Copilot und ChatGPT

Ist Microsoft Copilot dasselbe wie ChatGPT? Nein. Copilot ist ein Microsoft-Produkt, das in Microsoft 365 eingebaut ist und Modelle von OpenAI und Anthropic nutzt. ChatGPT ist der eigenständige Assistent von OpenAI. Beide teilen teilweise Modelltechnik, arbeiten aber mit unterschiedlichen Daten.

Ist Copilot Chat kostenlos? Für Geschäftskonten mit geeigneter Microsoft-365-Lizenz ist Copilot Chat ohne Aufpreis enthalten. Die Vollversion Microsoft 365 Copilot mit Zugriff auf Mails, Teams und Dateien kostet extra.

Was kostet Microsoft 365 Copilot? Stand Oktober 2026 kostet Copilot Business 18,20 Euro und Copilot Enterprise 26,00 Euro pro Nutzer und Monat bei Jahresvertrag, jeweils netto und zusätzlich zur Microsoft-365-Basislizenz. Bis Ende 2026 gibt es für Business einen Aktionspreis.

Kann Copilot auf meine E-Mails und Dateien zugreifen? Microsoft 365 Copilot kann auf alles zugreifen, wofür Du im Unternehmen Berechtigungen hast, etwa Outlook, Teams, OneDrive und SharePoint. Copilot Chat nutzt interne Inhalte nur, wenn Du sie gezielt teilst.

Darf ich ChatGPT im Job nutzen? Das entscheidet Dein Arbeitgeber. Viele Firmen erlauben nur freigegebene Tools. Kopiere keine vertraulichen Daten in private Konten und frag im Zweifel Deine IT.

Welches Tool ist besser für Excel? Wenn Deine Tabellen in OneDrive oder SharePoint liegen, ist Microsoft 365 Copilot direkt in Excel nutzbar. Für Analysen aus mehreren Exporten oder lokalen Dateien eignet sich ChatGPT Work gut. Prüfen solltest Du die Ergebnisse in beiden Fällen.

Dein nächster Schritt

Kläre zuerst, was Dein Unternehmen schon freigegeben hat, und teste dann an einer echten Aufgabe aus Deinem Alltag. Wenn Du KI-Werkzeuge wie Copilot und ChatGPT professionell einsetzen lernen willst und wissen möchtest, ob eine geförderte Weiterbildung zu Dir passt, vereinbare ein kostenloses Beratungsgespräch.

Deine weiteren Schritte

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